Welt & die Piratenpartei

Meine starke Abneigung gegenüber dem Springer-Verlag muss ich den meisten Lesern nicht weiter erläutern. Ich ziehe dann doch die Welt der Bild vor, und so stiess ich auf diesen Artikel über die Piratenpartei.

Hier fordert der Autor auf die Gehirntätigkeiten doch vorerst auf Eis zu legen – so offenherzig wagen es wenige Journalisten ihre Agenda offen zu legen. Noch interessanter als der Artkel selber sind allerdings die Kommentare. Nachdem ich mich bis auf Seite 35 durchgeklickt habe kommt hier auch mein eigenes Kommentar (der auf Seite 41 nie viele Leser finden wird, darum hier als offerner Breif an Robin Alexander).

Sehr geehrter Herr Alexander – ich bin völlig mit Ihnen einer Meinung. Eine Kehrtwende hin zu den Wünschen und Anliegen der jüngeren Mitbürger ist einfach out und – seien wir mal ehrlich – lohnt sich im Hinblick auf die demographische Entwicklung auch für keine Volkspartei.

Die anderen Partei sollten sich davor hüten dafür einzutreten, dass die Bürgerrechte im digitalen Zeitalter noch für wichtig erachtet werden! Die anderen Parteien sollen sich davor hüten den Bürgern durch direkte Demokratiebeteiligung wieder Mut zur Mitbestimmung zu machen! Die anderen Parteien sollen sich davor hüten junge Menschen für Politik zu begeistern, weil diese in dem 50+ Führungskader sowieso keine Stimme erhalten!

Also bitte liebe CDU, FDP, Grüne, FDP, Links & Co: Ãœberlasst doch bitte den Piraten sich um die Belange derer zu kümmern, für die die digitale Gesellschaft längst Realität geworden ist. Es wäre absolut unglaubwürig, würden die alteingesessenen Parteien jetzt auf einmal ihr Gewissen wiederentdecken.

Und wenn dann „da oben“ auch klar wird das dies keine „Partei“ im eigentlichen Sinne ist, sondern Teil einer weltweiten Demokratiebewegung (die sich auf nationaler Ebene als Partei konstituiert) – dann ist es hoffentlich schon zu spät. Vielleicht müsste ich doch mal wieder Marx rauskramen…wie war das noch mit der herrschenden Klasse…?

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