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Heute war mal wieder so ein ganz normaler Tag…

Eigentlich bin ich ja krank. Nun gut. Aber wem soll ich meinen Krankenschein zeigen? Mir selber?

Also doch Computer hochgefahren und gucken was die Onlinewelt heute so für mich bereithält.

Was heute so alles passiert ist…»

1. Brief an die Kulturpessimisten

Die Kulturpessimisten

Hallo liebe Kulturpessimisten. Nachdem unser letztes Gespräch ja nicht so zufriedenstellend verlaufen ist (für beide Seiten) möchte ich euch hier noch einige meiner Gedanken mitteilen, die im Keuchen der dunkelrotkopfigen Aufbrausung leider untergegangen sind.

Kulturpessimisten sind eine ganz besondere Sorte Mensch. Sie zeichnen sich dadurch aus sogar in der Currywurst von die Bommesbude um die Ecke Anzeichen für den drohenden Untergang der Zivilisation zu erkennen, oder zumindest Beweise für das Ende der mitteleuropäischen Hochkultur in meinen spezifischen Fall.

Kulturpessimisten sind allerdings keine Erfindung der Neuzeit. Schon als die ersten Lurche aufs Land krochen, gab es jene die das Leben an Land für unsauber, schwerfällig und absolut grundsätzlich im Gegensatz zur Lebensart des Fisches sahen.

Auch in der Gruppe der Homo Wieauchimmer gab es jene, die Pfeilspitzen aus Stein, Feuer oder auch Ackerbau strikt ablehnten, weil dies die natürliche Lebensart der Gruppe zerstören würde.

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Facebook News Feed – Live View

Oder: Warum seh’ ich denn nicht was ich schreibe?

In letzter Zeit sehe ich immer wieder folgendes in Facebook passieren:facebook-live-view

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Blogpost =! Wunschzettel?

Nachdem ich neulich meinen Wunschzettel online gestellt habe, rief mich kurz darauf meine Mutter an. Das wäre doch wirklich ein wenig komisch einen Wunschzettel im Internet zu posten und außerdem total unpersönlich und überhaupt. Jedes Jahr muss ich mich dann wieder erneut erklären, dass dies ja ein Wunsch- und kein Bekommzettel ist, man darf sich meiner Meinung also alles mögliche wünschen. Mittlerweile weiß ich auch, dass es das Christkind nicht gibt und ob ich jetzt ein Email schreibe oder einen Blogpost macht doch für Echtes-Papier-Anpack-Gefühl nichts aus, oder?

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Das Blog Dilemma

Das Blog Dilemma

Bloggen ist hipp, ganz ohne Frage – auch wenn in absehbarer zeit die kritische Masse erreicht sein wird und das Blog zum Alltagsmedium wird. Ist es dann noch genau so erstrebenswert wie jetzt, wo man sich durch die neue Digital-Narzistische-Ausdrucksform noch profilieren kann.

Die Frage für mich ist ganz einfach: Wieviel echte Person darf man im Internet zeigen und was sollte im Hinblick auf mögliche Reuevolle-Rückblicke lieber im Kreise von vertrauten Freunden und Feinden bleiben.
In gewissen Weise ist das auch ein paradoxer Gedanke: Was ich jetzt nicht schreibe wird meinen weiteren Lebensweg genauso beeeinflussen, wie das was ich schreibe. Trotzdem erscheint das eine Risiko-reicher als das andere.

Zum Glück studiere ich Psychologie und kann also meine ineffektiven Gedankengänge wenigstens empirisch analysieren. Bei allen “sozialen” Fähigkeiten wird stets die schlechteste Performance als Maßstab genommen (“In Wirklichkeit ist X überhaupt nicht so nett, der tut nur so weil…”), während bei den meisten anderen Fähigkeiten (z.B. Sport) die beste Performance als Maßstab genutzt wird (“…jaja aber der kann viel schneller…neulich da…).

In sofern kann also ein “blamabler” Blogpost die soziale Norm versauen – die Leser vergraulen – mich für ewig als Stümper brandmarken, während der Gegenbeweis eigentlich nie erbracht werden kann.

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